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Corona-Krise: Starke Auswirkungen auf die Unternehmen aber noch geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

 
Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise ist es auch im Land Brandenburg zu einem starken Anstieg der Meldungen für konjunkturelle Kurzarbeit gekommen. Besonders hohe Zahlen waren in den Monaten März bis Mai zu verzeichnen. In den Monaten Juni bis September ist die Zahl der Meldungen wieder stark abgesunken. Bezogen auf die Gesamtzahl der Betriebe haben im Land Brandenburg etwa 38 Prozent aller Betriebe Kurzarbeit im Laufe des Jahres 2020 angezeigt. Davon waren etwa 30 Prozent aller Beschäftigten betroffen. Im nationalen Vergleich mit Ost- und Westdeutschland ist die Wirtschaft im Land Brandenburg jedoch etwas weniger stark betroffen. 
 
 
Parallel zum starken Anstieg der Kurzarbeit ist im Zuge der Corona-Krise auch die Arbeitslosigkeit im Land Brandenburg zwischen März und Mai 2020 angestiegen. In Relation zum Anstieg der Meldungen zur Kurzarbeit fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit jedoch nur sehr moderat aus. Das Instrument der Kurzarbeit hat vermutlich einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert. Im August und September 2020 ist die Arbeitslosigkeit sogar wieder gesunken.
 
 
Während es zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl gekommen ist, ist die Bestandszahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellen zwischen März und Juli 2020 gesunken. Der Rückgang war jedoch nur vergleichsweise gering. Zuletzt scheint sich der Abwärtstrend nicht weiter fortzusetzen. Im August ist die Bestandszahl der offenen Stellen wieder leicht angestiegen und im September stabil geblieben. Damit scheint der Arbeitsmarkt trotz der Corona-Krise immer noch viele Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.